Allgemein gültige Abrechnungsgrundlagen

Das endgültige Honorar bemisst sich immer an der Steuerberatervergütungsordnung bemessen. Zudem ist das Honorar immer an „bestehende wirtschaftliche Größen“ gebunden. Diese können natürlich erst nach Beendigung Ihres Auftrages feststehen.
Ähnlich der Regelung bei Rechtsanwälten gelten auch für Steuerberater in Deutschland vom Gesetzgeber verbindliche und ganz klar definierte Gebühren. In der Steuerberatervergütungsordnung sind diese festgehalten. Somit ist „der Wert einer bestimmten Leistung gesetzlich festgelegt“. Eine gute Transparenz für den Mandanten ist somit gegeben.

Kosten für Steuerberatungen

Folgend wird erklärt, welche Abrechnungsmöglichkeiten zwischen dem Steuerberater im Oldenburger Raum und dessen Mandanten einer Vereinbarung unterliegen können.

„Die Abrechnung nach dem Gegenstandswert“

Der Gegenstandswert einer erbrachten Leistung ist generell die Bemessungsgrundlage für die Gebühren beim Steuerberater. Somit ist beispielsweise die Höhe der vorliegenden Bilanzsumme bei Jahresabschlüssen bzw. bei Arbeitnehmern die Einnahmehöhe p. a. eine anerkannte Bemessungsgrundlage. Der Steuerberater erhält die Möglichkeit, von der vollen Gebühr nicht nur nach unten sondern auch nach oben in Zehntelschritten abzuweichen. Die Vergütungsordnung gibt jedoch den jeweiligen Mindest- und Höchstwert verbindlich an. Dies geschieht in Abhängigkeit von der tatsächlichen Tätigkeit sowie dem Umfang.
„Die Mittelgebühr ist in den meisten Steuerberatungskanzleien angewandte Praxis.“

„Die Pauschalvergütungsvereinbarung“

Unbeachtet der Möglichkeit, eine erbrachte Leistung anhand der Gegenstandswerte abzurechnen ist auch die Vereinbarung einer Pauschalvergütung möglich. Dies ist zu empfehlen bei den jährlich oder auch quartalsmäßig wiederkehrenden Leistungen. Die jährlichen Steuererklärungen sowie die Jahresabschlüsse jedoch auch die Finanzbuchhaltung können hierzu gehören.
Der Vorteil findet sich in den genau zu kalkulierenden Kosten. Eine solche Vereinbarung wird immer gemeinsam ausgearbeitet und bedarf der schriftlichen Fixierung.

„Die Vergütung nach Zeitaufwand“

Diese Abrechnungsform kann für Leistungen Anwendung finden, die zum Beispiel nicht der verbindlichen Vergütungsverordnung unterliegen. Auch bzgl. Leistungen, denen in der vorliegenden Vergütungsverordnung keine verbindlichen Wertgebühren zugewiesen sind, gilt dies.
Eine individuell und auch schriftlich formulierte Vertragsgrundlage ermöglicht eine solche Abrechnungsform.
Häufig ist diese Art die fairste Abrechnungsform. Es entstehen dem Mandanten keine Wertgebühren und darüber hinaus auch keine Pauschalen. Berechnet wird lediglich der Aufwand nach Zeit.

Für Mandanten ist darüber hinaus die Kenntnis wichtig, dass Steuerberater keine Honorarbasis und ebenso wenig eine Provisionsbasis anbieten. Ihr Honorar ist auch nicht abhängig von Steuerrückzahlungen bzw. Steuernachzahlungen.

Sie als Mandant bzw. Mandantin können jedoch die Aufwendungen, welche Ihnen durch die Arbeit Ihres Steuerberaters entstehen, steuermindernd in Form von Betriebsausgaben oder in Form von Werbungskosten einbringen. Zum 01.01.des Jahres 2006 wurde diese Möglichkeit durch den Gesetzgeber jedoch eingeschränkt. Der überwiegende Teil des Beraterhonorars kann aber weiterhin steuerlich von Ihnen geltend gemacht werden. „Besonders auf die Gewinneinkünfte von Gewerbetreibenden, Kapitalgesellschaften und den freien Berufen bezogen.“

Das Erstgespräch sollte für Mandanten immer ohne Kosten angeboten werden.

Zum Schluss einige Berechnungsbeispiele

„Für die Erstellung der Einnahmen-Überschussrechnung eine kleinen Gewerbetreibenden wird die Mittelgebühr bei einer Einnahme p. a. von 25.000 Euro und Ausgaben p. a. von 10.000 Euro 195,00 Euro betragen.
Die Erstellung der maßgeblichen Einkommenssteuererklärung wird dann 170,00 Euro betragen.
Dafür hat der Steuerberater fünf Stunden mit einem Stundensatz von zum Beispiel 75,00 Euro zur Verfügung.
In Zahlen ausgedrückt heißt das:
„Euro 195,00 + 170,00 = 365,00 / Std.-Satz 75,00 = 4,87″
Werden weniger Stunden jedoch benötigt liegt das Honorar unterhalb der Mittelgebühr. Sind mehr Stunden erforderlich, kann der Gebührenrahmen vom Steuerberater bis zur festgeschriebenen Höchstgebühr ausgeschöpft werden.“